Die Wohnungskatze: Wie gestalte ich eine artgerechte Wohnung?

Die Wohnungshaltung von  Katzen wird immer beliebter, da sie viele Vorteile bietet. Besonders der Sicherheitsfaktor spielt eine Schlüsselrolle. Unsere Stubentiger können in der Stadt nicht mehr frei laufen, da die Gefahren durch Autos und den Bahnverkehr mittlerweile viel zu groß sind. Es ergeben sich aber noch andere Vorteile aus der Wohnungshaltung. Unsere Lieblinge tragen kaum noch Verletzungen durch gefährliche Revierkämpfe davon. Außerdem hat man die volle Kontrolle über das Futter einer Katze. Bei Freigängern ist das oft nicht der Fall, da Katzen gerne auch beim netten Nachbarn eine Portion abstauben. Auch der Parasitenbefall durch Flöhe, Zecken und Würmern ist in der Wohnung viel geringer als draußen.

Ruhigere Vertreter, wie Perser oder Britisch Kurzhaar passen sich schneller einer reinen Wohnungshaltung an, als andere Rassen. Fest steht jedoch unsere Stubentiger haben alle dieselben Bedürfnisse. Sie möchten springen, klettern, kratzen, jagen und beobachten. Um innerhalb der Wohnung auch auf engen Raum mehr Platz zu schaffen, kann man eine dritte Ebene einbauen. In diesem Artikel werden einige praktische Beispiele gezeigt, wie sie die Fläche Ihrer Wohnung oder Ihres Hauses vergrößern. Dabei sind Ihrer Fantasie keine Grenzen gesetzt.

Die Wohnungskatze

Katzen die in der Wohnung gehalten werden gelten manchmal, als unausgelastet oder nicht artgerecht gehalten. Doch das muss nicht sein. Mit einigem handwerklichen Geschick und Fantasie lassen sich auch aus den kleinsten Wohnungen reine Katzenparadiese zaubern. Dafür kann man die dritte Ebene im Raum nutzen. Hier finden Sie 10  praktische Beispiele um Ihre Wohnung zum sicheren Katzenparadies zu machen.

  • Plätze am Fenster: Diese sind besonders beliebt. Es gibt eigens dafür gefertigte Kissen die Sie auf Fensterbrettern platzieren können. Diese haben eine rutschfeste Unterlage und bieten ein kuschliges Plätzchen und einen guten Beobachtungsposten. Auch Hängematten die man an der Heizung befestigen kann, bieten Abwechslung als Schlafplatz und sind besonders im kalten Winter beliebt.
  • Fensterschutz: Angekippte Fenster bieten für Katzen ein hohes Gefährdungspotential. Versucht eine Katze durch ein angekipptes Fenster zu springen, kann es sein das sie hängen bleibt und schwere Quetschungen erleidet. Im schlimmsten Fall kann es sogar zum Tod kommen. Daher sollten vor Fenstern Gitter angebracht werden die das verhindern. Auch stabile Fliegennetze sind sinnvoll. So können Sie im Sommer das Fenster auch mal weit öffnen und Ihre Katze kann nicht hinaus springen.
  • Balkonnetze: Sollten Sie ihre Katze auf den Balkon lassen ist eine Sicherung extrem wichtig. Denn ohne besteht akute Absturzgefahr.
  • Kratzmöglichkeiten: Wichtig für das häusliche Zusammenleben ist, den Katzen die Möglichkeit zu bieten ihren Kratzbedürfnisse nach zu kommen. Oft nutzen Katzen dafür Wände und Tapeten in Türnähe, dies soll natürlich vermieden werden. Wichtig bei Kratzmöbeln ist das diese so hoch sind, das jede Katze sich komplett daran ausstrecken kann. Als Kratzgelenheiten eignen sich besonders naturnahe Rohstoffe, wie Sisal, Kork oder auch Holz. In diesem Bild sieht man eine Kratzplatte die um die Ecke geht und sich direkt an einer Tür befindet. Sie wird sehr gut von den hier lebenden Katzen angenommen. Sie wurde einfach aus Sisalband hergestellt.
Bild 1
Bild 2
Bild 3
  • Kratzbäume: Hier gibt es viele verschiedene Arten. Besonders gut geeignet sind zum Beispiel Deckenspanner (Bild 1). Sie sind leicht überall positionierbar und ermöglichen es Ihrer Katze am höchsten Punkt des Raumes zu sitzen. Der Kratzbaum in Bild 2 besteht nur aus Naturmaterialien und ist daher super für die Katzen geeignet. Es gibt Hersteller die Kratzbäume nach Ihren eigenen Wünschen zusammenstellen. Je nach Größe und Vorliebe der Katzen kann man Hängematten, Seile, unterschiedliche Plattformen oder Höhlen anbauen lassen. So passt sich der Kratzbaum jeder erdenklichen Nische an. Aber auch einfach Kratzbäume (Bild 3) werden gerne angenommen.
  • Pappkartons: Pappkartons jeglicher Art begeistern Katzen immer wieder aufs Neue. Sie sind eine der einfachsten und billigsten Lösungen um Abwechslung und Schwung in das Katzen leben zu bringen. Legen Sie einfach immer mal wieder welche in den Raum und verstecken Sie vielleicht Leckerlies dort drin.
  • Kuschelhöhlen: Man kann mittlerweile die Unterschiedlichsten Formen von Höhlen kaufen. Diese kann man überall dort hinstellen, wo Ihre Katzen gerne liegen. Sie bieten Sicherheit und Schutz. Besonders für sensible Katzen ist es der ideale Rückzugsort.
  • Die dritte Ebene: Damit ist gemeint das Sie schon vorhandene Möbel und Regale, als Kletterfläche nutzen. Um diese Kratzsicher zu machen, können sie zum Beispiel mit Korkplatten abgedeckt werden. Sie können auch Kissen auf hohen Schränken platzieren und damit einen exklusiven Schlafplatz bieten. In diesem Bild sehen Sie wie ein Hohlraum unter der Treppe als Versteckmöglichkeit genutzt wurde. Über eine Brücke wurde der Zugang zur Kellertreppe hergestellt und damit kann auch dieser optimal von den Katzen genutzt werden. 

Wie Sie sehen, ist es gar nicht so schwer unseren Samtpfoten eine abwechslungsreiche Umgebung zu bieten. Natürlich sollten Sie Ihrem Liebling auch regelmäßig etwas zum Denken geben. Dafür eignet sich zum Beispiel Clickertraining. Näheres finden Sie in diesem Artikel. Auch Denkspielzeuge in denen Futter versteckt wird, werden meist mit Begeisterung angenommen. Sie eignen sich besonders, wenn Sie auf dem Sprung zur Arbeit sind und Ihre Katze noch etwas alleine beschäftigt sein soll.

Lassen Sie ihrer Fantasie freien Lauf. Dann steht dem Katzen Paradies nichts mehr im Wege.

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